Munderfing ist ÖGUT – Umweltpreisträger 2019

MUNDERFING. Am 20. November war es soweit – der ÖGUT – Umweltpreises 2019 wurde im großen Kuppelsaal der TU Wien vergeben. Aus 97 Einreichungen wurden durch eine unabhängige Experten-Jury aus Wirtschaft, Verwaltung und Umwelt die Siegerprojekte in fünf Kategorien ausgewählt. Munderfing holte mit dem „Munderfinger Bürgerbeteiligungsmodell“ den ÖGUT-Umweltpreis 2019 in der Kategorie „Partizipation“.

 

Über das gemeinsam im Rahmen eines Agenda 21 Innovativen Modellprojekts entwickelte „Munderfinger Bürgerbeteiligungsmodell V1.0“ wurde in der Gemeinde Munderfing eine neue Form der nachhaltigen Entscheidungsfindung dauerhaft verankert. Darauf aufbauend wurden in der Gemeinde bereits zahlreiche kontroversielle Themen entschieden – unter anderem die Schließung von Eisenbahnkreuzungen. Als Innovative Methode wird dazu Systemisches Konsensieren herangezogen: Statt Mehrheiten entscheiden zu lassen, was in Gemeinden zu Polarisierung, Konflikt und Lagerbildung führen kann, wird gemeinsam nach der Lösung mit den wenigsten Widerständen gesucht und diese weiter verbessert. Der Gemeinderat hat bereits 2015 im Agenda21-Zukunftsprofil der Gemeinde festgelegt, dass auch das Bürgerbeteiligungsmodell mit Beteiligung der Bürger erarbeitet werden soll. Das dafür passende Modell der Entscheidungsfindung wurde anschließend im Rahmen eines Agenda 21 Innovativen Modellprojekts entwickelt. Zuletzt konnte so auch bei der Erstellung des Jahresbudget 2019 im Gemeindevorstand sehr rasch eine Einigung gefunden werden. Das Agenda 21 Innovative Modellprojekt zeigt, dass Menschen sich gerne beteiligen, wenn jeder Einzelne weiß, wie er sich wirksam einbringen und effektiv mitentscheiden kann.

Neben der Involvierung der Bürger in die Entscheidungsprozesse lobte die Jury vor allem auch den Mut der Gemeinde Munderfing, neue Wege der Entscheidungsfindung zu gehen. Der mit 2.500 € dotierte Preis wurde vor mehr als 300 geladenen Gästen feierlich im Kuppelsaal der TU Wien überreicht.

Neben durchdachter Infrastruktur ist vor allem auch ein gutes soziales Zusammenleben für die Lebensqualität in der Region wichtig. Diese wird auch im Rahmen von Agenda 21 Prozessen gezielt mit Bürgerbeteiligung erarbeitet und gefördert. „Das Beispiel der dauerhaften Bürgerbeteiligung in Munderfing zeigt wie maßgeschneiderte Agenda 21 Prozesse dauerhaft, nachhaltige Gemeindeentwicklung vorantreiben können. Wie diese konkret aussehen können und welche Unterstützungen es seitens des Förderprogramms Agenda 21 gibt, erläutere ich gerne bei einem individuellen Beratungsgespräch vor Ort“ lädt Regionalmanagerin Stefanie Moser interessierte Gemeinden aus der Region Innviertel-Hausruck ein, das Angebot der Regionalmanagement OÖ GmbH und der Agenda 21 in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen: stefanie.moser@rmooe.at

Foto: ©Katharina Schiffl

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