Bilateraler Naturschutz am Unteren Inn

Das Land Oberösterreich und der Freistaat Bayern haben eine bilaterale Kooperationsvereinbarung für den grenzübergreifenden Naturschutz am Unteren Inn verabschiedet.

Ausgangspunkt für diesen Meilenstein im Naturschutz am Unteren Inn ist die Umgestaltung des Infozentrums in Ering zum Naturium am Inn und der damit verbundenen grenzübergreifenden Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit. Bei der bilateralen Arbeitsgruppe Naturschutz Unterer Inn am 20. November 2020 wurden die Ziele der Kooperationsvereinbarung von Christoph Stein, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, sowie von Alexander Schuster, Amt der oö. Landesregierung Abteilung Naturschutz, vorgestellt. Es geht um den Informationsaustausch entlang des Unteren Inns, der Abstimmung des Gebietsmanagements auf der Grundlage der bestehenden Natura-2000-Managementpläne, die langfristige Gewährleistung der Gebietsbetreuung, dem Anstoßen von Forschungsprojekten, dem Einbinden aller Nutzergruppen sowie um Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung. Die Vereinbarung wird als Meilenstein für die Naturschutzgeschichte am Unteren Inn gesehen, denn die Ausweisung von Schutzgebieten allein reiche nicht aus, man müsse auch daran arbeiten und sich zusammentun, um Großes zu erreichen. „Der Inn ist mächtig und die Aufgaben, die vor uns liegen sind ebenso mächtig,“ ist ein Zitat aus der Arbeitsgruppe. Die konkreten Ansatzpunkte für die bilaterale Zusammenarbeit sind vielfältig und zahlreich: Lebensräume in Oberösterreich und Bayern sind sehr unterschiedlich ausgestaltet und es gibt unterschiedliche Schwerpunkte, der Zustand der Schutzgüter muss grenzüberschreitend gedacht werden, gemeinsame Dammpflegemaßnahmen, grenzüberschreitendes Monitoring für die Schutzgüter aufbauen, Professionalisierung der ornithologischen Datensammlungen, Besucherlenkungskonzept für die gesamten Schutzgebiete am Unteren Inn, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Angebote im Bereich der Umweltbildung, Forschungsprojekte, Angebote für Waldbesitzer uvam.

Weitere Informationen: brigitte.dieplinger@rmooe.at

Foto©Naturium am Inn

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