Mikro-ÖV im Mattigtal

Um Mikro-ÖV nicht nur auf dem Reißbrett zu planen sondern sich auch ein Bild von der Umsetzung in der Praxis zu verschaffen, veranstaltete die Stadt-Umland-Kooperation Mattighofen gemeinsam mit ihren Kooperationsgemeinden im Projekt „Detailplanung Mikro-ÖV/Nahmobilität“ eine Exkursion nach Werfenweng. Dort wurden die Bürgermeister, Amtsleiter und Gemeinderäte von Bürgermeister Peter Brandauer über die verschiedenen Mobilitätsangebote in Werfenweng informiert. Das W³-Shuttle (Rufbus zwischen Werfenweng, Werfen, Pfarrwerfen und Bischofshofen), das E-LOIS (Gemeinderufbus Werfenweng) sowie das Nachtmobil (Nachtrufbus Werfenweng) haben sich dort bereits als feste Einrichtungen etabliert. Was 1996 mit dem Modellvorhaben „SaMo - Sanfte Mobilität und autofreier Tourismus“ begann, wird mittlerweile auch zu rund einem Drittel von Einheimischen (v.a. Einpendler, Senioren und Schüler) genutzt. „Wir könnten uns das Angebot nicht mehr aus der Region wegdenken“, so Brandauer. Neben finanziellen und organisatorischen Aspekten ging es in dem gemeinsamen Gespräch vor allem um die Frage, wie sich das neue System erfolgreich in der Region etablieren lässt. Laut Brandauer brauche die Bevölkerung in der Startphase ausreichend Gelegenheit und Anreiz, um diese zumeist noch unbekannte Art der Mobilität kennenzulernen und auszuprobieren. Dazu verriet der Bürgermeister aus Werfenweng viele wertvolle Tipps und Tricks. Besonderes Highlight der Exkursion: die Anreise nach Werfenweng erfolgte ab Werfen Bahnhof und Pfarrwerfen Bahnhalt mit dem W³-Shuttle. Bei diesem Praxistest konnten sich die Exkursionsteilnehmer selbst davon überzeugen, wie einfach und unkompliziert die Benutzung eines Rufbusses ist.
Im Oktober startete die Stadt-Umland-Kooperation Mattighofen zusammen mit 5 weiteren Gemeinden aus dem Mattigtal mit der Detailplanung eines gemeinsamen Mikro-ÖV Systems in Ergänzung zum bestehenden Öffentlichen Linienverkehr. Das zukünftige Angebot soll den Zugang zu wichtigen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs sowie zu den wichtigsten Punkten des täglichen Lebens ermöglichen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erleichterung des Alltags.

Das Gemeinschaftsprojekt wird kofinanziert aus nationalen Mitteln des Landes OÖ zur Förderung Stadtregionaler Strategien im Rahmen des EFRE/IWB Programms. Bei der Projektumsetzung und -abwicklung werden die Gemeinden intensiv vom Regionalmanagement OÖ betreut.

Weitere Informationen: jennifer.daferner@rmooe.at

Foto@RMOÖ

 

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