agenda.SimplyWomen mit dem ÖGUT-Umweltpreis 2026 für Partizipation ausgezeichnet

Das Schwerpunkt- und Impulsprojekt agenda.SimplyWomen des Vereins Inn-Salzach EUREGIO wurde mit dem ÖGUT-Umweltpreis 2026 in der Kategorie „Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement“ (Top-Down) ausgezeichnet. Die Kategorie wird mit Unterstützung des BMLUK vergeben und würdigt herausragende Beteiligungsprozesse, die nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit der Bevölkerung gestalten.

Die Freude über die Auszeichnung ist besonders groß, denn agenda.SimplyWomen konnte sich gegen ein starkes Teilnehmer:innenfeld behaupten. Insgesamt wurden 47 Projekte in dieser Kategorie eingereicht. Die Prämierung bestätigt den innovativen Ansatz, Frauen aktiv in regionale Zukunftsfragen einzubinden und ihre Perspektiven sichtbar zu machen.
Im Mittelpunkt von agenda.SimplyWomen stand das Ziel, die Perspektiven von Frauen in der Region Innviertel‑Hausruck sichtbar zu machen und ihre aktive Mitgestaltung der Zukunft zu stärken. Rund 400 Frauen aus der Region beteiligten sich am Prozess in Workshops, Dialogformaten und Umfragen und brachten so ihre Erfahrungen, Bedarfe, Sichtweisen und Ideen ein. Dadurch entstand eine fundierte Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Region.

Der Beteiligungsprozess wurde von Inn-Salzach EUREGIO getragen, durch agenda.zukunft gefördert und fachlich von der SPES Zukunftsakademie begleitet. Entstanden ist das Projekt aus einer Initiative engagierter Frauen der Region gemeinsam mit der damaligen Regionalmanagerin Sandra Schwarz, die das Ziel verfolgten, Frauen stärker in regionale Prozesse einzubinden und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Gemeinsam mit den Kooperationspartner:innen Frauennetzwerk3 und RMOÖ wurde ein Raum geschaffen, in dem Frauen ihre Bedürfnisse, Erfahrungen und Zukunftsvorstellungen einbringen konnten. Die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher regionaler Akteur:innen war ein wesentlicher Faktor für die hohe Beteiligung von rund 400 Frauen und die Qualität der erzielten Ergebnisse.

Die Jury würdigte insbesondere die vielfältigen Beteiligungsformate, die direkte Dialogarbeit sowie den regionalen Ansatz. agenda.SimplyWomen zeigt, dass nachhaltige Regionalentwicklung dann besonders wirksam ist, wenn Menschen aktiv eingebunden werden und ihre Anliegen direkt in Gestaltung und Maßnahmen einfließen können. Die Auszeichnung unterstreicht damit die Bedeutung von Beteiligung als Schlüssel für eine zukunftsfähige und lebenswerte Region.

Der ÖGUT-Umweltpreis ist eine Anerkennung für das gemeinsame Engagement vieler Beteiligter und ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg der Mitgestaltung konsequent weiterzugehen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann. Die zentrale Erkenntnis aus dem Beteiligungsprozess wurde zugleich zum Motto der Abschlussveranstaltung: „ZUKUNFT BRAUCHT ALLE“. Damit wurde deutlich, dass die Herausforderungen der Zukunft nur durch die aktive Einbindung unterschiedlicher Perspektiven und Lebensrealitäten erfolgreich bewältigt werden können.

Die Auszeichnung bestätigt die Bedeutung von agenda.SimplyWomen als innovativen Beteiligungsprozess für regionale Zukunftsgestaltung. Gleichzeitig bildet das Projekt eine wichtige Grundlage für weitere Aktivitäten und Folgeprozesse, die die Beteiligung von Frauen in der Region langfristig stärken und die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen überführen sollen.

Die Inn-Salzach EUREGIO bedankt sich bei allen Teilnehmer*innen, Unterstützer*innen, dem Frauennetzwerk 3 als Kooperationspartner, den Prozessbegleiterinnen der SPES- Zukunftsakademie und dem ehrenamtlichen Kernteam, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen gesetzt: Eine nachhaltige Zukunft gelingt nur, wenn alle mitgestalten können.

Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie unter:
agenda.SimplyWomen

Neben dem Projekt Agenda.Simply.Women wurden zwei weitere Gemeinden der Region Innviertel-Hausruck mit dem Lions-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet: Die Gemeinde Michaelnbach für ihr Projekt „Nachhaltiges Michaelnbach“ sowie die Gemeinde Taiskirchen für das „Café in der Hofmark“, die beide mit ihrem Engagement wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinde setzen.

 

Ansprechpartner*in:
Christina Kasbauer

Stephan Renner (ÖGUT-Geschäftsführer), Elfriede Anna More (BMLUK), Anna Pucher (Frauennetzwerk 3), Maria Gaisböck-Kofler (Vorstandsmitglied des Trägervereins Inn-Salzach EUREGIO), Andrea Reithmayer (ÖGUT-Präsidentin). © Katharina Schiffl/ÖGUT

Die Freude über den Gewinn beim ÖGUT Umweltpreis ist bei den Vertreterinnen des Projektteams riesengroß!

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