Generalversammlung der Inn-Salzach-EUREGIO

Die Generalversammlung der Inn-Salzach-EUREGIO fand am 29. März 2022 in Zell an der Pram statt. Bgm. Mag. Johannes Waidbacher wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Das Team der Regionalmanagement OÖ GmbH präsentierte die Aktivitäten für die Region Innviertel-Hausruck. Die Förderschwerpunkte der neuen Programmperiode 2021-2027 wurden vorgestellt. „Gemeinsam Dahoam“ ist das neue Impulsprojekt der Inn-Salzach EUREGIO.

Generalversammlung der Inn-Salzach-EUREGIO 

Am 29. März 2022 fand im Bildungshaus Schloss Zell an der Pram die diesjährige Generalversammlung des Vereins Inn-Salzach-EUREGIO/Regionalmanagement Innviertel-Hausruck statt. Die Vertreter aus 134 Mitgliedsgemeinden hatten statutengemäß eine Neuwahl des Vorstandes vorzunehmen. Mag. Johannes Waidbacher, Bürgermeister der Stadt Braunau, wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter sind Vizebürgermeister Thomas Dim aus der Stadt Ried und Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder aus der Stadtgemeinde Braunau. Die Funktion des Finanzreferenten behält Bgm. Bernhard Kern aus Kirchheim, Schriftführer beleibt Bgm. Roland Pichler aus Engelhartszell. Weiters wurden elf Gemeindevertreter und Gemeindevertreterinnen aus den Bezirken Braunau, Ried, Schärding und Grieskirchen in den Vorstand gewählt. Außerdem sind die vier Bezirkshauptleute, Vertreter der vier LEADER-Regionen Oberinnviertel-Mattigtal, Mitten im Innviertel, Sauwald-Pramtal und Mostlandl Hausruck sowie ein Vertreter der Grünen und ein Vertreter der AGEG – Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen im Vorstand vertreten. Die Funktion der Rechnungsprüfer übernehmen Bgm. Andreas Stuhlberger aus Schalchen und Günter Peham aus Lambrechten.

Aktivitäten des Regionalmanagements für die Region Innviertel-Hausruck
Die Inn-Salzach-EUREGIO hat die operative Regionalentwicklungsarbeit seit Jahren an die Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) ausgelagert. Das Team von der RMOÖ-Geschäftsstelle in Braunau stellte unter der Leitung von Sandra Schwarz die Aktivitäten für die Region Innviertel-Hausruck aus den verschiedenen Fachbereichen vor.

Regionalmanagerin Sandra Schwarz zog Bilanz über die vier Stadt-Umland-Kooperationen Braunau, Mattighofen, Ried und Schärding. In Summe wurden 26 interkommunale Projekte mit einer Fördersumme von 4,6 Mio. aus EFRE- und Landesmitteln umgesetzt. Neuer Förderschwerpunkt für Stadtregionen, aber auch für alle Kleinregion von mindestens 3 Gemeinden bildet die Revitalisierung von Leerständen und Brachflächen. Kooperationswillige Gemeinde werden durch das „Gemeinde- und Regionsprofil“ unterstützt. Mittels umfassender Analyse der Gemeinde werden gemeinsame Kooperationsthemen und -projekte erarbeitet.

Stefanie Moser stellte das Programm Agenda 21 vor. Kernelement bildet darin die zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung mittels umfassender Bürgerbeteiligung. Zur Anwendung kommt dabei u.a. auch das „GemeindeNavi 2030“ das die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf die Gemeindeebene übersetzt. Aktuell gibt es in der Region Innviertel-Hausruck 15 aktive Agenda-21 Gemeinden. Die Nachfrage von Agenda 21-Prozessen für eine positive Zukunftsgestaltung ist momentan besonders hoch.

Aus dem Programm INTERREG Österreich-Bayern wurden in der Programmperiode 2014-2020 insgesamt 16 grenzübergreifende Großprojekte und 50 Kleinprojekte mit einer Fördersumme von rund 11 Mio. Euro genehmigt. Brigitte Dieplinger gab als zuständige Regionalmanagerin auch einen Überblick über die Schwerpunkte des neuen INTERREG-Programmes Bayern-Österreich 2021-2027 und berichtete von der neue Arbeitsgemeinschaft EUREGIO Bayrischer Wald – Böhmerwald- Unterer Inn – Salzach, die zukünftig als grenzüberschreitende Region Klein- und Mittelprojekt eigenständig umsetzt.

Thomas Scherer stellte das Dienstleistungsangebot im Bereich des regionalen Mobilitätsmanagements vor. Dieser Fachbereich soll Gemeinden und andere Akteure aus der Region Innviertel-Hausruck bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen, gemeindeübergreifenden Mobilitätsprojekten unterstützen. Der Fokus liegt dabei im Bereich des Fuß- und Radverkehrs, der Kombination mit dem öffentlichen Verkehr und bedarfsorientierten Mobilitätssystemen wie Ruf- und Sammeltaxis (Mikro-ÖV).

Gemeinsam Dahoam als neues Agenda 21 Impulsprojekt
Die Wohnbedürfnisse sind im Wandel. Sei es aufgrund spürbar steigender Baukosten, Achtsamkeit im Hinblick auf den Bodenverbrauch oder weil Menschen neue Wohnformen an anderen Orten kennen und schätzen gelernt haben. Diese Veränderungen bietet auch Chancen für alternative Wohnformen neben dem klassischen Einfamilienhaus. Wohnen in Gemeinschaft kann dabei eine Möglichkeit sein. Der Regionalverein Inn-Salzach EUREGIO und das Regionalmanagement haben dieses Thema für die Region Innviertel-Hausruck aufgegriffen, um hier zunächst ein Bewusstsein für neue Wohnformen am Land zu schaffen und in Pilotgemeinden tatsächlich ein gemeinschaftliches Wohnprojekt bis zur Realisierung zu begleiten.

Geschäftsbericht 2021

Team des Regionalvereins Inn-Salzach EUREGIO/Regionalmanagement OÖ, Geschäftsstelle Braunau v.l. Verena Obermeier, Daniela Hebertshuber, Sandra Schwarz, Vorsitzender der Inn-Salzach EUREGIO Mag. Bgm. Johannes Waidbacher, Thomas Scherer, Brigitte Dieplinger und Stefanie Moser (nicht abgebildet: Johanna Dobler)

Fotocredit: Murauer Franz

Ansprechpartner*in:
Sandra Schwarz