Grenzüberschreitendes Sandsackmanagement für den Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser 2013 sind im Großraum Schärding umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig geworden. Durch die Lage am Eingang zur Vornbacher Enge am Inn und im Mündungsbereich der beiden Zuflüsse Pram auf oö Seite und Rott auf der bayerischen Seite gibt es im Großraum Schärding zumindest alle 2 bis 3 Jahre ein mittleres oder größeres Hochwasser, das von den Einsatzkräften der Feuerwehren im Großraum Schärding eine koordinierte Vorgehensweise erfordert. Um im Bedarfsfall schlagkräftig agieren zu können, wird am Standort Schärding ein so genanntes Katastophenschutzlager errichtet, das einen Lagerbereich für die mobilen Hochwasserschutzelemente der Kernstadt Schärding, eine Unterbringungsmöglichkeit für Einrichtungen des Katastrophenschutzes wie Motorboote, Einsatzzillen und Big Bags und auch ein Sandsacklager mit einem Pool an fertig gefüllten Sandsäcken für den raschen Einsatzfall und einer Basis für die Sandsackbefüllung bei extremen Hochwasser.

Aktuell sind Sandsacklager auf mehrere Standorte verteilt. In Bayern ist die nächste Sandsackfüllstelle im 30 Kilometer entfernten Ortenburg situiert. Aus diesem Grund haben sich die Feuerwehren der Gemeinden Schärding, Neuhaus, St. Florian und Brunnenthal, die bei Hochwasser zusammenarbeiten müssen, darauf geeinigt, am neuen Standort im Katastrophenschutzlager ein gemeinsames Sandsacklager einzurichten, das im Hochwasserfall enorme Vorteile bringt. Die gemeinsame Infrastruktur erfordert auch einen gemeinsam abgestimmten Alarm- und Einsatzplan. So kann am Unteren Inn ein effizientes grenz- und gemeindeübergreifendes Naturgefahrenmanagement aufgebaut werden, das rasche und koordinierte Einsätze bei Hochwasser und Starkregen sichert. Die Umsetzung des Projektes erfolgt 2016 und 2017.

Förderprogramm(e): 
INTERREG Bayern – Österreich und aus Mitteln des Landes OÖ
 
Projektträger: 
Stadt Schärding
 
Projektpartner: 
Gemeinde Neuhaus, Gemeinde St. Florian, Gemeinde Brunnenthal
 
Dauer / Zeitraum: 
01.12.2015 bis 31.12.2017
 
Rolle der RMOÖ: 
RMOÖ Projektbegleitung
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